Berufsunfähigkeitsversicherung Arzt

die Top-Berufsunfähigkeitsversicherungen für Ärzte

 

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Inhaltsverzeichnis

 

 

I. Versicherungsbedarf und Versicherungsumfang einer Berufsunfähigkeitsversicherung für einen Arzt

Desaster - keine Leistung für Ärzte aus ihrem Versorgungswerk bei teilweiser Berufsunfähigkeit

Als Arzt sind Sie grundsätzlich über Ihr berufsständisches Versorgungswerk gegen Berufsunfähigkeit versichert. Niedergelassene Ärzte erhalten in der Regel aber nur eine Berufsunfähigkeitsrente, wenn Sie zu 100% berufsunfähig sind.

Weitere Voraussetzung für die Zahlung einer berufsständischen Berufsunfähigkeitsrente ist, dass ein niedergelassener Arzt im Falle einer Berufsunfähigkeit seine Zulassung zurück gibt, also seine Tätigkeit vollständig aufgeben muss. Dies ist jedoch für den betroffenen Arzt oft nicht möglich, weil er finanzielle Verpflichtungen aus seiner Arztpraxis zu erfüllen hat und er deshalb im Rahmen seines verbleibenden Restleistungsvermögens noch weiterhin tätig sein muss.

Weiterführender Link:

» Versorgungswerk Zahnärzte

 

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist für Ärzte zwingend notwendig - Fallbeispiele

Da Sie als Arzt trotz Berufsunfähigkeit in vielen Fällen keine Berufsunfähigkeitsrente von Ihrem Versorgungswerk erhalten werden, ist es für Sie besonders wichtig, dass Sie den Verlust Ihrer Arbeitskraft über eine private Berufsunfähigkeitsversicherung versichern.

 

Drei typische Grundfälle, bei denen eine Berufsunfähigkeitsversicherung für einen Arzt leisten sollte:

Fall 1

Ein Assistenzarzt, der aufgrund eines erlittenen Unfalls die Beweglichkeit seines rechten Daumens einbüßt und deshalb seinen Beruf als Arzt nicht mehr ausüben kann, weil er zumindest zu 50% berufsunfähig ist, sollte von seiner Berufsunfähigkeitsversicherung für einen Arzt die volle Berufsunfähigkeitsrente erhalten.


Fall 2

Wenn ein Arzt aufgrund orthopädischer Beschwerden zumindest zu 50% berufsunfähig wird und seine bisherige ärztliche Tätigkeit im Rahmen seiner verbliebenen gesundheitlichen Möglichkeiten fortführt, sollte er von seiner Berufsunfähigkeitsversicherung für einen Arzt die volle Berufsunfähigkeitsrente erhalten.

Fall 3

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung für einen Arzt sollte auch dann die vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente erbringen, wenn zum Beispiel ein Chirurg aufgrund einer Handverletzung zu mehr als 50% berufsunfähig ist und deshalb nicht mehr operieren kann, er aber eine gutachterliche Tätigkeit ausübt, bei der er die Hälfte seines bisherigen Einkommens erwirtschaftet.

 

Berufsunfähigkeitsversicherung Ärzte

 

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II. Ausgewählte Bedingungen und Klauseln in einer Berufsunfähigkeitsversicherung für einen Arzt

Berufsunfähigkeitsversicherung Arzt
- auf welche Bedingungen und Klauseln Sie achten sollten

Eine Absicherung gegen die finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit bietet heute fast jeder Versicherer. Jedoch berücksichtigt eine klassische Berufsunfähigkeitsversicherung oft nicht die besonderen Absicherungsbedürfnisse, die der Arztberuf erfordert.

Im Folgenden möchten wir Sie deshalb auf einige Besonderheiten hinweisen, die wir in unserer Beratungspraxis zu Berufsunfähigkeitsversicherungen von Ärzten immer wieder vorfanden. Die Versicherungsbedingungen und Klauseln sind bewusst vereinfacht dargestellt, damit sie für den interessierten Leser verständlich sind. Die Erläuterungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzen keine Einzelfallberatung.

 

Berufsklauseln in der Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte

Berufsklauseln in einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte sollen es dem Versicherer erschweren, Sie als Arzt im Falle einer Berufsunfähigkeit auf eine andere Tätigkeit zu verweisen. Dies ist zunächst einmal als vorteilhaft zu werten.

Wichtig ist hierbei insbesondere, dass die Berufsklausel im Leistungsfall auf die Wahrung Ihrer Lebensstellung abstellt und Ihre konkret ausgeübte Tätigkeit versichert ist.

Die Berufsklausel in einer Berufsunfähigkeitsversicherung für einen Arzt sollte so formuliert sein, dass sie auf Ihren jeweils konkret ausgeübten Beruf als Arzt abstellt. Zum Beispiel:

“Die versicherte Person gilt als berufsunfähig, wenn sie ihre Tätigkeit als Arzt infolge Krankheit, Körperverletzung und Kräfteverfalls… nicht mehr ausüben kann.“

Negativ ist folgende Berufsklausel in einer Berufsunfähigkeitsversicherung für einen Arzt zu werten:

"Die versicherte Person gilt als berufsunfähig, wenn sie eine Tätigkeit als Arzt infolge Krankheit, Körperverletzung und Kräfteverfalls ... nicht mehr ausübern kann."

Im letzten Fall könnte der berufsunfähige Arzt unter Umständen in jeden anderen Arztberuf verwiesen werden und müsste unter Umständen große Gehaltseinbußen in Kauf nehmen.

Noch ungünstiger können in einer Berufsunfähigkeitsversicherung für einen Arzt Facharztklauseln sein. Bei Vereinbarung dieser Klausel liegt Berufsunfähigkeit nur vor, wenn die beantragte spezielle fachärztliche Tätigkeit nicht mehr ausgeübt werden kann. Zum Beispiel wird die Tätigkeit als Herzchirurg versichert. Damit sind künftige Berufswechsel nicht versichert. Würde der Herzchirurg als kaufmännischer Direktor tätig werden, würde diese Tätigkeit vom Versicherungsschutz nicht erfasst sein.

Berufsklausel in einer Berufsunfähigkeitsversicherung für einen Arzt

Bei einer Berufsklausel in einer Berufsunfähigkeitsversicherung für einen Arzt wird nicht auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit bei der Feststellung der Berufsunfähigkeit abgestellt, sondern auf den in der Klausel genannten ärztlichen Beruf. Dies erweist sich in einigen Leistungsfällen, insbesondere bei einem Berufswechsel als nachteilig.

Auf Berufsklausel in einer Berufsunfähigkeitsversicherung für einen Arzt besser verzichten!

Günstiger ist es für Sie, wenn Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung für einen Arzt ohne Berufsklausel abschließen und stattdessen darauf achten, dass bedingungsgemäß vereinbart ist, dass der Versicherer im Leistungsfall auf die abstrakte Verweisung bei der Erst- und Nachprüfung verzichtet.

Berufsunfähigkeitsversicherung Arzt
- Verzicht auf die abstrakte Verweisung

Der Verzicht auf die so genannte abstrakte Verweisung in einer Berufsunfähigkeitsversicherung für einen Arzt ist eine der wichtigsten Klauseln überhaupt. Bei Vorliegen dieser Klausel verzichtet der Versicherer darauf, den versicherten Arzt, der in seiner ausgeübten ärztlichen Tätigkeit berufsunfähig wird, auf eine andere Tätigkeit zu verweisen, die er aufgrund seiner Kenntnisse und Fähigkeiten ausüben könnte und die seiner Lebensstellung entspricht. Dies schafft Rechtsicherheit.

Das Tückische an dieser Verweisungsklausel ist, dass es diesen Verweisungsberuf nur theoretisch geben muss. Sie sollten deshalb keine Berufsunfähigkeitsversicherung ohne den Verzicht auf die abstrakte Verweisung abschließen.

Einige Versicherer verzichten nur bei der so genannten Erstprüfung auf die abstrakte Verweisung, behalten sich aber in den Versicherungsbedingungen vor, Sie jährlich im Rahmen einer Nachprüfung auf eine andere Tätigkeit zu verweisen, die Sie aufgrund Ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten ausüben könnten und die Ihrer bisherigen Lebensstellung entspricht.

Hiermit wird die abstrakte Verweisung faktisch wieder eingeführt und Sie können gegebenenfalls auf eine andere Tätigkeit verwiesen werden, die mit Ihrem zuvor konkret ausgeübten Arztberuf nichts zu tun - mit der Folge, dass der Versicherer leistungsfrei ist und Sie trotz Berufsunfähigkeit leer ausgehen.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung für einen Arzt sollte auch auf die abstrakte Verweisung verzichten, wenn der versicherte Arzt vorübergehend oder endgültig aus dem Berufsleben ausscheidet. Hier sollte die vor dem Ausscheiden ausgeübte ärztliche Tätigkeit versichert sein.

Günstig ist folgende Berufsunfähigkeitsdefinition:

„Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich mindestens sechs Monate außerstande ist, ihren zuletzt vor Eintritt der Berufsunfähigkeit ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, auszuüben.“

Ungünstig ist folgende Berufsunfähigkeitsdefinition:

„Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn der Versicherte infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, seinen zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, nicht mehr ausüben kann und außerstande ist, eine andere Tätigkeit auszuüben, die aufgrund seiner Kenntnisse und Fähigkeiten ausgeübt werden kann und seiner bisherigen Lebensstellung entspricht."

Berufsunfähigkeitsversicherung Arzt
- Verzicht auf die abstrakte Verweisung

Der Verzicht auf die so genannte abstrakte Verweisung ist äußerst wichtig. Er macht Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung zu einer echten Berufsunfähigkeitsversicherung.

Ohne diesen Verzicht kann der Versicherer Sie im Leistungsfall auf jede andere Tätigkeit verweisen, wenn diese Ihren Fähigkeiten und Kenntnissen und Ihrer Lebensstellung entspricht. Der Versicherer kann Sie selbst dann verweisen, wenn Sie in dieser Vergleichstätigkeit keine Anstellung finden.

Der Verzicht auf die abstrakte Verweisung in einer Berufsunfähigkeitsversicherung für einen Arzt sollte möglichst für alle Fälle gelten. Er sollte sich vor allem auf die Erstprüfung, Nachprüfung und auch bei einem vorübergehenden oder dauerhaften Ausscheiden aus dem Berufsleben erstrecken.

Berufsunfähigkeitsversicherung Arzt
- was versteht man unter der konkreten Verweisung?

Wie bereits oben erläutert, sollten Ärzte nur eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, die komplett auf die abstrakte Verweisung verzichtet und sie somit nicht theoretisch auf eine andere Tätigkeit verwiesen werden können.

Doch Ärzte üben ihren Beruf oftmals aus einer inneren Berufung heraus aus. Werden sie in ihrem ausgeübten Arztberuf berufsunfähig, versuchen sie nicht selten unter Einsatz all ihrer Kräfte in einem anderen Arztberuf tätig zu werden.

So könnte beispielsweise ein in seinem Fachgebiet berufsunfähiger Arzt eine Facharztausbildung eines anderen ärztlichen Berufsbildes absolvieren, in dem er noch in Vollzeit arbeiten könnte.

Denkbar wäre auch, dass ein berufsunfähiger Arzt eine ganz andere, nichtärztliche Tätigkeit ausübt, beispielsweise als medizinischer Gutachter, Fachbuchautor, in der Pharmaindustrie oder im öffentlichen Gesundheitswesen.

Für diese Fälle haben fast alle Berufsunfähigkeitsversicherungen für Ärzte die sogenannte konkrete Verweisung in ihren Versicherungsbedingungen verankert.

Die Formulierung für eine konkrete Verweisung könnte in etwa so lauten:

„Berufsunfähigkeit liegt nicht vor, wenn der Versicherte in zumutbarer Weise eine andere Tätigkeit konkret ausübt, die aufgrund seiner Ausbildung und Erfahrung ausgeübt werden kann und seiner bisherigen Lebensstellung entspricht.“

Berufsunfähigkeitsversicherung Arzt
-  bei der konkreten Verweisung sollte die zumutbare Einkommenseinbuße auf 20% begrenzt sein

Die konkrete Verweisung in einer Berufsunfähigkeitsversicherung für einen Arzt kommt also immer dann zur Anwendung, wenn ein berufsunfähiger Arzt konkret eine andere Tätigkeit ausübt, die

  • seinen Fähigkeiten und Kenntnissen
  • sowie seiner Lebensstellung

entspricht.

Doch wann entspricht die konkret ausgeübte Tätigkeit der bisherigen Lebensstellung des berufsunfähigen Arztes? Abgestellt wird bei der Beantwortung dieser Frage darauf, ob diese neu ausgeübte Tätigkeit dem sozialen Ansehen der vorherigen Tätigkeit entspricht und dass das berufliche Einkommen nicht spürbar unter das Niveau der zuletzt ausgeübten Tätigkeit absinkt.

Die Einkommenskomponente hat bei der Bestimmung der Lebensstellung eine große Bedeutung. Doch gerade hier sind die Regelungen in den Berufsunfähigkeitsversicherungen für Ärzte schwammig. Denn nicht wenige Berufsunfähigkeitsversicherer orientierten sich dabei an den zumutbaren Einkommensminderungen, die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung für richtig befunden worden und verweisen in ihren Vertragsbestimmungen zur Berufsunfähigkeitsversicherung für einen Arzt auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes und der Oberlandesgerichte.

Doch diese von den obersten Gerichten gefällten Urteile sind Einzelfallentscheidungen, die zumutbare Einkommenseinbußen in einer größeren Bandbreite zuließen und deshalb Unsicherheit schaffen. Dabei lag die Bandbreite der zumutbaren Einkommenseinbuße nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes und der Oberlandesgerichte zwischen ca. 10% und 30%.

Sie sollten deshalb darauf achten, dass in den Regelungen zur konkreten Verweisung in einer Berufsunfähigkeitsversicherung für einen Arzt eindeutig geregelt ist, ab welcher Einkommenseinbuße eine Verweisung für den Versicherer nicht mehr möglich ist.

Die zumutbare Einkommensminderung sollte nicht größer als 20% sein.

Bei nicht wenigen Berufsunfähigkeitsversicherungen für Ärzte wird zwar die 20%-Grenze genannt, aber an gleicher Stellte wieder entwertet. Es finden sich in den Vertragsbedingungen solche oder ähnlich formulierte Klauseln:

"In der Regel ist eine (konkrete) Verweisung unzumutbar, wenn die Einkommensminderung mehr als 20% beträgt".

oder

"Im Regelfall wird von uns eine (konkrete) Verweisung nicht vorgenommen, wenn die Einkommenseinbuße mehr als 20% beträgt, wobei die individuellen Gegebenheiten sowie die höchstrichterliche Rechtsprechung zu berücksichtigen sind."

Bei diesen Klauseln sind Rechtsstreitigkeiten vorprogrammiert. Sie sollen deshalb Berufsunfähigkeitsversicherungen mit solch schwammigen Klauseln vermeiden.

Berufsunfähigkeitsversicherung Arzt- die zumutbare Einkommenseinbuße von 20% sollte rechtsverbindlich vereinbart sein

Erstklassige Berufsunfähigkeitsversicherungen für einen Art verzichten auf die konkrete Verweisung, wenn die Einkommensminderung mehr als 20% beträgt oder wenn die höchstrichterliche Rechtsprechung einen geringeren Prozentsatz festlegt.

Die Einkommensminderung von 20% sollte konkret und eindeutig in den Versicherungsbedingungen geregelt sein. Nur so ist die Regelung für Sie rechtsverbindlich und einklagbar.

Bei nicht wenigen Berufsunfähigkeitsversicherungen für Ärzte wird zwar die 20%-Grenze in den Versicherungsbedingungen genannt, aber an gleicher Stellte wieder durch vage Formulierungen oder "Kann-Regelungen" entwertet.

 

Weiterführender Link:

» Konkrete Verweisung in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Berufsunfähigkeitsversicherung Arzt
- Umorganisationsklauseln

Eine weitere Leistungsvoraussetzung des Berufsunfähigkeitsversicherer kann bei der Prüfung seiner Leistungspflicht sein, ob der berufsunfähige Arzt seinen Arbeitsplatz so umorganisieren kann, dass ihm noch eine Restleistungsvermögen von mehr als 50% verbleibt und er somit faktisch nicht mehr berufsunfähig im Sinne der Versicherungsbedingungen ist. Der versicherte Arzt ginge leer aus.

Umorganisationsklausel Berufsunfähigkeitsversicherung Arzt: angestellter Arzt
Grundsätzlich sollten Sie als angestellter Arzt nur eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, die auf eine zumutbare Umorganisation ihres Arbeitsplatzes verzichtet.

Einige Berufsunfähigkeitsversicherungen für Ärzte fordern im Leistungsfall bedingungsgemäß eine Umorganisation des Arbeitsplatzes. Hier prüft dann der Versicherer im Falle einer Berufsunfähigkeit, ob durch eine Veränderung Ihres Arbeitsplatzes Ihre bisherige Tätigkeit soweit verändert werden kann, dass Sie im neu geschaffenen Tätigkeitsfeld nicht mehr berufsunfähig sind.

Diese Umorganisationsklausel ist in einer Berufsunfähigkeitsversicherung für angestellte Ärzte fatal, denn sie haben in der Regel keinen Einfluss auf die konkrete Ausgestaltung ihres Arbeitsplatzes. Konstruiert die Versicherungsgesellschaft einen theoretischen Arbeitsplatz, auf dem der an und für sich berufsunfähige Arzt noch arbeiten könnte, ist der Versicherer leistungsfrei. Doch dies ist die Crux - es wird lediglich von der Berufsunfähigkeitsversicherung ein theoretischer Arbeitsplatz konstruiert, der tatsächlich gar nicht geschaffen werden muss. Ob diese Arbeitsstelle geschaffen wird oder nicht, liegt nämlich ausschließlich im Ermessen des Arbeitgebers. Und ist dieser dazu nicht bereit, sieht es für den berufsunfähigen Arzt schlecht aus. Trotz Berufsunfähigkeit erhält er von seiner Versicherung keine Rentenleistung.

Umorganisationsklausel Berufsunfähigkeitsversicherung Arzt: angestellter Arzt mit Direktionsbefugnissen
Einige Berufsunfähigkeitsversicherungen für Ärzte verzichten zwar auf die Umorganisation des Arbeitsplatzes bei Angestellten, fordern aber bei Angestellten mit Direktionsbefugnissen (leitende Ärzte, Prokuristen, angestellte Geschäftsführer) eine zumutbare Umorganisation ihres Arbeitsplatzes. Dies wäre im Leistungsfall fatal. Gerade leitende Ärzte mit großer Personalstärke würden nur schwer berufsunfähig werden, da sie Arbeiten an eine Vielzahl von Mitarbeitern delegieren können und dabei immer noch eine aufsichtsführende Tätigkeit ausüben können.

Auch wenn Sie derzeit noch Assistenzarzt oder Facharzt tätig sind, ist es wichtig, eine Berufsunfähigkeitsversicherung für einen Arzt abzuschließen, die auf eine zumutbare Umorganisation bei angestellten Ärzten mit Direktionsbefugnissen verzichtet. Sie vermeiden so bei einem späteren beruflichen Aufstieg im Falle einer Berufsunfähigkeit zeitraubende Prozesse.

Umorganisationsklausel Berufsunfähigkeitsversicherung Arzt: niedergelassener Arzt
Niedergelassene und freiberufliche Ärzte haben große Einflussmöglichkeiten auf die Gestaltung ihrer Arztpraxis und damit auf die Gestaltung ihres eigenen Arbeitsplatzes.

Deshalb sehen die Versicherungsbedingungen zur Berufsunfähigkeitsversicherung aller uns bekannten Berufsunfähigkeitsversicherungen für Ärzte vor, dass ein niedergelassener Arzt im Falle einer Berufsunfähigkeit, seine Arztpraxis unter bestimmten Voraussetzungen so umzuorganisieren hat, dass er weiterhin dort tätig sein kann. Die Zulässigkeit dieser Regelung ist durch höchstrichterliche Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes bestätigt.

Geprüft wird in diesem Zusammenhang, ob die Arztpraxis mit einem vertretbaren Kapitaleinsatz oder mit einer zumutbaren Kostenbelastung so umorganisiert werden kann, dass dem Arzt die Stellung des Praxisinhabers gewahrt bleibt und die Einkommenseinbußen für ihn hinnehmbar sind.

Achten Sie insbesondere darauf, dass in der „Umorganisationsklausel“ in einer Berufsunfähigkeitsversicherung für einen Arzt die Höhe der zumutbaren Einkommensminderung prozentmäßig genau definiert ist, damit Streitigkeiten über die Höhe der hinnehmbaren Einkommensminderungen vermieden werden.

Berufsunfähigkeitsversicherung Arzt
- Umorganisationsklausel bei niedergelassenen Ärzten

Die Umorganisationsklausel sollte in etwa so lauten: „ Eine betrieblich sinnvolle Umorganisation ist nicht zumutbar, wenn das jährliche Bruttoeinkommen 20% oder mehr unter dem Bruttoeinkommen im zuvor ausgeübten Beruf liegt.“

Einige Berufsunfähigkeitsversicherungen für Ärzte nehmen in ihren Umorganisationsklauseln, was die Höhe der zumutbaren Einkommenseinbuße für einen niedergelassenen Arzt angeht, Bezug auf die höchstrichterliche Rechtsprechung.

Von solch einer Umorganisationsklausel in einer Berufsunfähigkeitsversicherung für einen Arzt raten wir ab, da Urteile der höchsten Gerichte keine Allgemeingültigkeit haben und immer nur für den verhandelten Einzelfall gelten. Mit dieser globalen Regelung sind Rechtsstreitigkeiten für Sie als Arzt im Leistungsfall von vornherein vorprogrammiert.

Berufsunfähigkeitsversicherung Arzt
- Verzicht auf Umorganisation des Arbeitsplatzes


Wer als angestellter Arzt beschäftigt ist, sollte darauf achten, dass die Versicherungsbedingungen seiner Berufsunfähigkeitsversicherung nicht eine Umorganisation des Arbeitsplatzes im Falle einer Berufsunfähigkeit vorsehen.

Der Verzicht auf eine zumutbare Umorganisation sollte auch für angestellte Ärzte mit Direktionsbefugnis gelten.

Berufsunfähigkeitsversicherung Arzt
- zumutbare Umorganisation der Arztpraxis


Für niedergelassene und freiberufliche Ärzte sollte für die zumutbare Umorganisation ihrer Arztpraxis ein fester Prozentsatz für die zumutbare Einkommensminderung definiert sein (zum Beispiel maximal 20%).

 

Weiterführender Link:

» Umorganisationsklausel in der Berufsunfähigkeitsversicherung

 

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Warum Dynamikerhöhungen in einer Berufsunfähigkeitsversicherung für einen Arzt wichtig sind

Der Arztberuf ist als Karriereberuf einzustufen. Nach einem aufwendigen Studium der Medizin erfolgt in der Regel die Facharztausbildung. Hiernach steigen die Karrierechancen rapide und das Einkommen wächst sprunghaft.

Deshalb ist es für Ärzte wichtig, dass sich ihr gestiegender Absicherungsbedarf in einer Berufsunfähigkeitsversicherung für einen Arzt durch großzügige Nachversicherungsgarantien und Dynamikerhöhungen anpassen lässt. In unserem Mandantenstamm erzielen zum Beispiel die meisten niedergelassen Zahnärzte ein jährliches Einkommen zwischen ca. 120.000 und 180.000 Euro, einige spezialisierte Zahnarztpraxen, Kieferchirurgen und Kardiologen erzielen 400.000 Euro und mehr.

Nicht alle dieser Ärzte konnten wir bei Mandatsübernahme bedarfsgerecht versichern, weil sich diese vor unserer Beratung anderweitig für eine für sie ungeeignete Berufsunfähigkeitsversicherung entschieden hatten – fast immer aus Unkenntnis.

Obwohl sich diese Ärzte höher und qualitativ hochwertiger gegen eine mögliche Berufsunfähigkeit versichern möchten, lässt dies ihr im Zeitablauf verschlechterter Gesundheitszustand nicht mehr zu. Trotz ihres hohen Einkommens haben diese Praxisinhaber große finanzielle Verpflichtungen aus Praxis- und Eigenheimfinanzierung und damit monatliche erhebliche Liquiditätsbelastungen. Im Falle einer Berufsunfähigkeit sind diese Praxen und auch der betroffene Arzt stark existenzbedroht.

Berufsunfähigkeitsversicherung Arzt:
Dynamikerhöhungen werden oft in ihrer Höhe begrenzt

  • Viele Berufsunfähigkeitsversicherungen für Ärzte beenden die Beitragsdynamik, wenn die versicherte monatliche Berufsunfähigkeitsrente 2.500 € oder 4.000 € übersteigt. Die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente wird an dieser Stelle eingefroren.
  • Eine Erhöhung der Berufsunfähigkeitsrente ist dann nur noch mit einer Gesundheitsprüfung möglich, doch infolge des zunehmenden Alters haben sich bei vielen Ärzten gesundheitliche Beeinträchtigungen eingestellt, die eine Höherversicherung nicht zulassen.
  • In späteren Berufsjahren werden jedoch nicht selten monatliche Berufsunfähigkeitsrenten zwischen 5.000 € und 8.000 € benötigt, da aufgrund der hohen Liquiditätsbelastungen aus Praxis- und Eigenheimfinanzierungen und dem meist gestiegenden Lebensstandard diese Absicherung benötigt wird.

Berufsunfähigkeitsversicherung Arzt
- Dynamikerhöhungen


Achten Sie auf großzügige Nachversicherungsgarantien und darauf, dass Ihr Vertrag mit einer Beitragsdynamik von mindestens 5% ausgestattet wird, damit sich der Versicherungsschutz nicht durch die Inflationswirkungen zu stark entwertet. Wichtig ist, dass die Beitragsdynamik nicht vorzeitig bei Erreichen einer vertraglich für Sie zu niedrigen Höchstrente endet.
Nicht wenige Berufsunfähigkeitsversicherungen für Ärzte beenden die Beitragsdynamik schon bei Erreichen einer monatlichen Berufsunfähigkeitsrente von 2.500 € oder 4.000 €. Dies ist definitiv für einen Arzt viel zu wenig.

Viele Ihrer Berufskollegen sitzen heute auf Berufsunfähigkeitsverträgen mit Minirenten, die sie nicht mehr aufstocken können, aber dringend müssten!

 Weiterführender Link:

» Nachversicherungsgarantien und Dynamiken in der Berufsunfähigkeitsversicherung

 

Infektionsklausel in der Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte

» Infektionsklausel in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Berufsunfähigkeitsversicherung Arzt
- Infektionsklausel


Eine Infektionsklausel in Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung sollte sicherstellen, dass Sie auch dann als berufsunfähig gelten, wenn Sie mehr als 6 Monate aufgrund eines gesetzlichen oder behördlichen Verbots Patienten nicht behandeln dürfen.

Bedenken Sie bitte, dass Sie als Arzt eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit den möglichst besten Versicherungsbedingungen abschließen sollten. Unsere Erfahrung zeigt, dass dies später aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen oftmals nicht mehr möglich ist. Uns erreichen jede Woche etliche Anfragen von Ärzten, die Berufsunfähigkeitsschutz wünschen, aber nicht mehr erhalten können.

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Berufsunfähigkeitsversicherung für Medizinstudenten und Zahnmedizinstudenten

Informationen erhalten Sie hier:

» Berufsunfähigkeitsversicherung für Medizin- und Zahnmedizinstudenten

 

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